Übersicht – Die heutigen Beiträge27. Januar 2012 13:33:13Neues von George Soros und Joachim Fels sowie ein Mario Draghi-Porträt +++ TV-Tipp “Äthiopien im Aufbruch” +++ Das BRIC-Comeback – wenn es denn eines ist
Soros fordert Merkel heraus – O-Töne und mehr27. Januar 2012 13:30:38Ein schneller Blick durch die virtuellen Medien. Gefunden habe ich George Soros, der sich für Eurobonds ausspricht, ein ausgewogenes Porträt von Mario Draghi und ein Interview mit dem Ökonomen Joachim Fels. Quintessenz der Links: Die Liquidität der Notenbanken wird die Börsen wohl weiter antreiben. Alternative Überlegung: im Hintergrund werden drastische Dinge vorbereitet (was mich sofort an unser Börsenspiel denken läst …).
1) George Soros mit konkreten Ideen, wie die EU-Schuldenkrise zu lösen ist. Nicht ganz leicht zu lesen: “Für die Ausgaben der EU muss gemeinsam und gesamtschuldnerisch garantiert werden – und dies bedeutet letztlich Eurobonds, wie man sie dann auch nennen mag” (Gastbeitrag bei handelzeitung.ch) Zu den Herren Draghi und Fels geht es hier entlang … mehr Einschalten oder Ausschalten – Der TV-Tipp27. Januar 2012 11:36:09Die Dokumentationen, die bei 3Sat unter dem Label “Makro” laufen, sind meistens einen Blick wert.
So auch die Sendung von heute Abend: “Aufbruch in Äthiopien”, lautet der Titel. Kurze Inhaltsangabe: Äthiopien verbindet man mit Armut und Hunger. Doch die Wirtschaft wächst jährlich zweistellig. Wohnsiedlungen, Infrastruktur, Bildung – Makro zeigt die ehrgeizigen Pläne des Landes. Meine Empfehlung: Einschalten. Das 3sat-Wirtschaftsmagazin hat auf einer zweiwöchigen Reise ein Äthiopien jenseits von Dürre, Hunger und Krankheit erlebt. Vielmehr herrscht Aufbruchsstimmung am Horn von Afrika … mehr Das BRIC-Comeback – wenn es denn eins ist27. Januar 2012 10:17:49BRIC-Fonds waren ja mal in aller Munde. Oder besser gesagt: in aller Fondsgesellschaften Schaufenster und anschließend in aller Kleinanleger Depot. Jedoch nicht zu Kleinanlegers Vorteil.
Denn wer sich mit den Fonds auf Brasilien, Russland, Indien und China als Schwellenländer-Anlagen beschränkte, dem entgingen die nicht minder interessanten Alternativen Indonesien, Thailand, Südkorea, Taiwan, Mexiko, Polen, Tschechien etc. Und es kam, wie es kommen musste. Seit Anfang 2010 schneiden die breiter gefassten Schwellenländer-Anlagen weit besser ab als die BRIC-Produkte (man sieht es im Bloomberg-Chart, der das Verhältnis BRIC-Index/EM-Index widergibt). Doch das soll jetzt anders werden, findet eine Gruppe Analysten bei der Citigroup und verweist auf den laufenden Monat, in dem BRIC klar besser abgeschnitten hat als das Schwellenländer-Gesamtpaket. Nun gut, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, mag man da entgegnen. Jedoch spricht ein gewichtiges Argument für die Citigroup-These: … mehr Wir Eierköpfe und Schlauberger – Blümels O-Töne26. Januar 2012 09:21:28
Mehr Liquidität für die Börse dank lockerer Fed-Politik bis 2014 – für mich die Meldung des Tages (na ja, eigentlich ist es die Meldung des gestrigen Abends). Die Reaktion war/ist prompt: Dollar runter, Edelmetalle rauf, Aktien rauf. Im Börsenspiel-Thread wird dazu ja schon diskutiert. Trotzdem will ich auch heute eine Linkliste posten, die über das aktuelle Tagesgeschehen hinausgeht. Fangen wir mal mit drei richtig guten Gesprächen beim Schweizer Tagesanzeiger an (ich werde die Linkliste im Laufe des Tages ergänzen …) 1) “Wir Eierköpfe und Schlauberger – Der ehemalige Chefökonom der Deutschen Bank, Nobert Walter, appelliert an die Verantwortung der Eliten” What A Difference A Day Makes – Börsenspiel25. Januar 2012 10:27:23Im Blümel-Blog gibt es auch dieses Jahr wieder ein Börsenspiel. Wer noch mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen, einfach per Kommentar anmelden (näheres zu den “Formalitäten” gibt es hier).
Zum aktuellen Ranking: Vorne liegt derzeit unser geschätzter Thairat, der seit Montag die Commerzbank neu im Depot hat. Weichen musste dafür die Nvidia-Position, die mit einem kleinen Plus von 3,8 Prozent verkauft wurde. Die Commerzbank hat sich tags darauf auch unser neuer Mitspieler Großwildjäger ins Depot gekauft. Doch: What a difference a day makes! Er hat dafür um einiges tiefer in die Tasche greifen müssen als Thairat am Vortag – 1,98 Euro statt 1,73 Euro. Recht volatil die Aktie. Ins Spiel eingestiegen ist inzwischen auch Vorjahressieger Grafiker. Mit einem Short-ETF auf den Dax. So handelt ein echter Contrarian. Bin gespannt, wie das ausgeht. Jedenfalls liegt Grafiker damit schon im Plus. Auch Padkey ist wieder mit von der Partie – wenn auch momentan nur als Beobachter. Wie man hört, hat er Renault, Veolia, Barrick Gold, KTG Agrar und Ericsson im Blick. Bei Komodo und BluemelM schließlich liegt in der Ruhe die Kraft – keine Veränderungen im Depot. Und so sieht es im Detail aus: Die alten/neuen Regeln für das Börsenspiel 2012 … mehr Einschalten oder Ausschalten – Der TV-Tipp24. Januar 2012 09:35:31Diese Dokumentation habe ich schon einmal im Februar des vergangenen Jahres empfohlen – und ich mache das erneut, denn solche Filme wollen wir im TV sehen: “Kaufen für die Müllhalde“, im Original “The Light Bulb Conspirancy”, erzählt die Geschichte der bewussten Verkürzung der Lebensdauer vieler Industrieerzeugnisse. Das Ziel: die Wirtschaft in Schwung halten. “Geplante Obsoleszenz”, heißt das im Jargon. Heute Abend bei Arte.
Wer nicht warten will, kann sich den Streifen auch bei mir anschauen (wie immer: Youtube machts möglich) Europa droht ein verlorenes Jahrzehnt – Blümels O-Töne23. Januar 2012 11:23:42Die wichtigsten Interviews und Kommentare des Tages. Heute mit Bruno Gisler, Stephen King (nicht verwandt, nicht verschwägert), Herfried Münkler, Martin Hüfner und vor allem mit Kenneth Rogoff, der den Stand der Dinge in der Weltwirstchaft hervorragend zusammenfast (Danke für den Tipp @ Komodo)
1) “Europa droht ein verlorenes Jahrzehnt – Der Harvard-Ökonomieprofessor Kenneth Rogoff fordert einen Schuldenschnitt für Griechenland, Portugal, Irland und Spanien. Und sagt, was es braucht, damit die Eurozone überlebt” (Sehr, ser gutes Interview bei tagesanzeiger.ch) … Europa ist klar das grösste und gefährlichste Thema. Davon abgesehen müssen wir China im Auge behalten. Es ist die klassische «This Time is Different»-Geschichte. Die Leute sind überzeugt, China werde nie ein Problem haben und immer robust wachsen. Dabei wissen wir, wie enorm schwierig diese Volkswirtschaft zu steuern ist und welch profunden Ungleichgewichte sich unter der Oberfläche verbergen. In den nächsten zehn Jahren wird China mit Sicherheit einen Wachstumseinbruch erleben. Das wird sehr schmerzhaft sein. Ich hoffe bloss, dass das nicht allzu bald geschehen wird, denn das ist das Letzte, was die Welt momentan gebrauchen kann … Die weiteren Links … mehr Verschärfte Lage?– Blümels O-Töne20. Januar 2012 10:46:09Die wichtigsten Interviews und Kommentare des Tages. Heute mit recht konträren Meinungen. Mit Daniel Kalt, Jan Hatzius, Joseph Stiglitz, Peter Huber, Philipp Vorndran und Christoph Eibl.
1) “Am 20. März ist Griechenland bankrott – Der Bankrott Griechenlands ist nicht mehr abzuwenden, sagt UBS-Ökonom Daniel Kalt” (Interview bei cash.ch) … Griechenland wird dann durch einen echten Umschuldungsprozess gehen müssen, bei dem die wichtigsten Gläubigergruppen sich über die Modalitäten eines Schuldenschnitts einigen müssen. Dieser Sanierungsprozess kann durchaus – und wird wohl auch mit Vorteil – innerhalb des Euros durchgeführt … 2) “Jeder will gerade eine schwache Währung haben – Goldman-Sachs-Chefvolkswirt Jan Hatzius ist Berater des Haushaltsbüros des amerikanischen Kongresses. Er spricht über die Erholung Amerikas, günstige Aktien und die Ursache der Euro-Krise” (Interview bei faz.net) … Grundsätzlich ist das Interesse von Zentralbanken und Wirtschaftspolitikern an einer schwächeren Währung überall auf der Welt sicher ein Indiz dafür, dass wir auf der Welt aktuell eine Situation der Nachfrageschwäche haben. Wenn insgesamt eine Überhitzung vorliegen würde, dann würden alle eine stärkere Währung bevorzugen. Das ist in Europa so wie in Amerika – auch wenn das nicht immer so offen gesagt wird. Die EZB wird sich so sicher nicht äußern … (in diese Richtung tendiert ja auch James G. Rickards, der Autor von “Currency Wars”) 3) “Das vergangene Jahr hat zahlreiche Hoffnungen enttäuscht. Wenn sich die Politik weiterhin von überholten Ideologien und Lobbyisten leiten lässt, verschärft sich die Lage 2012 noch” (Gastbeitrag von Joseph Stiglitz bei capital.de) Weitere Links … mehr Einschalten oder Ausschalten – Der TV-Tipp19. Januar 2012 09:11:23Der Christoph Süß und seine Sendung “Quer” bekommt bei mir immer den Daumen hoch – Einschalten. Gerade auch heute, weil er sich tatsächlich ernsthaft mit dem Thema Geldanlage befasst. Für Vegetarier und Veganer kommt die Anlageform zwar eher nicht in Frage, dafür aber vielleicht für Menschen jenseits des Weißwurst-/Rostbratwurst-Äquators (BR, 20:15 Uhr)
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